Geschichte der Fotografie

Am Anfang der Geschichte der Fotografie stand zunächst einmal die Camera obscura, die vor allem Astronomen für ihre Betrachtung der Sonne und anderer Sterne nutzten. Mit ihr wurde konnte ein auf dem Kopf stehendes Bild der äußeren Umgebung auf eine Wand im inneren eines abgedunkelten Raumes geworfen werden, indem diese Wand in einem dunklen Raum durch ein sehr kleines Loch beschienen wurde. Obwohl diese Technik schon im 4. Jahrhundert von Aristoteles entdeckt und erkannt wurde dauerte es noch bis zur Zeit von Leonardo da Vinci im 15. Jahrhundert, bis die eigentliche Funktionsweise des Apparates verstanden wurde. Anfangs nur in großen Räumen praktiziert, wurde die Technik im 17. Jahrhundert in Form von kleineren Kästen transportfähig.

Pioniersarbeit

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Fotografie war die Wiederentdeckung der Linse um 1550, wodurch man bessere Ergebnisse in puncto Helligkeit und Schärfe erzielen konnte. Für moderne Fotoapparate war es ebenfalls noch nötig, das eingefangene Bild auf einem Trägermaterial zu fixieren, um so dauerhafte Fotografien zu erhalten. Die ersten Experimente dazu wurden vom Physiker Johann Heinrich Schulze Anfang des 18. Jahrhunderts durchgeführt, der bei der Kombination von Silberlösung mit Kreide sowie Salpetersäure eine Veränderung unter Lichteinwirkung bemerkte. Ein weiterer Vorreiter auf diesem Gebiet war der deutsche Chemiker Carl Wilhelm Scheele, der ebenfalls später im 18. Jahrhundert Experimente mit Silbersalzen durchführte und dabei eine Schwarzfärbung unter Lichteinwirkung feststellte, die er dem metallischen Silber zuordnen konnte. Ende des 18. Jahrhunderts kam es dann durch Claude Nièpce und Joseph Nicèphore Nièpce sowie ein Jahr später 1799 auch durch Thomas Wedgwood zu den ersten Versuchen ein Kamerabild chemisch zu fixieren.

Erste Fotografien

Nachdem nun die Grundlagen für die Fotografie geschaffen waren dauerte es noch bis zum Jahr 1826 bis die erste heute noch erhaltene Fotografie entstand. Dabei handelt es sich um das Bild von Joseph Nicèphore Nièpce “Blick aus dem Arbeitszimmer”, welches er von seinem Landhaus aus gemacht hatte. Das Verfahren wurde von ihm selbst damals noch als Heliographie bezeichnet und es war eine Belichtungszeit von vielen Stunden notwendig. Für die Aufnahme verwendete Nièpce eine asphaltbeschichtete Zinnplatte, die mit Hilfe von Lavendelöl und Gravurtechnik sogar vervielfältigt werden konnte.

In der Folge ab 1829 arbeitete Nièpce mit dem französischen Maler Louis Daguerre zusammen, um seine Erfindung weiterzuentwickeln und praxistauglich zu machen. Da er jedoch wenige Jahre später starb war es Daguerre 1837 vorbehalten zu entdecken, dass sich Kochsalzlösung zum Fixieren des Bildes eignet. Nach einigen Verbesserungen konnte dieser dann im Jahre 1839 das Verfahren der Daguerreotypie vorstellen. Das bahnbrechende Verfahren erlaubte es für damalige Verhältnisse sehr fein strukturierte und nuancierte Bilder auf einer versilberten Kupferplatte nach mehrminütiger Belichtung festzuhalten. Ein weiterer Schritt für die Fotografie war die Kalotypie, welches 1840 als erstes Negativ-Verfahren von William Henry Fox Talbot entwickelt wurde. Der Vorteil dieses Verfahren gegenüber der Daguerreotypie war vor allem seine Reproduzierbarkeit der Bilder.

Weitere Entwicklung

Die grundsätzlichen Verfahren für die Fotografie waren damit geschaffen, und in der Folgezeit gab es immer weitere Verbesserungen an den physikalischen und chemischen Verfahren der Kameras. Heute sind Fotokameras sogar in jedem Handy verbaut und basieren zumeist auf digitaler Technik, aber damals wie heute sind Fotos ein wichtiges und interessantes Medium für das Erfassen unserer Umwelt.

Foto: Osterland – Fotolia

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