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Digitale Kunst

Der Begriff Digitale Kunst bezeichnet seit den 90er Jahren im Allgemeinen Kunst die digital mit Hilfe eines Computers erzeugt wird, insbesondere solche Kunst, die ohne elektronische und digitale Medien nicht möglich ist, wie beispielsweise viele Dinge aus den Bereichen der Mathematik, wo Algorithmen und Zahlenfolgen zu komplex sind um sie ohne einen Computer visuell erfassbar zu machen.

Wie funktionert digitale Kunst?

Wie schon erwähnt ist das Grundprinzip hinter der digitalen Kunst das sichtbar machen von digital kodierten Informationen, welche durch Computer verarbeitet und danach durch unterschiedliche Verfahren dem Betrachter visuell zugänglich gemacht werden. Am Anfang dieses Prozesses steht jedoch zunächst die Eingabe der Informationen, was zumeist durch elektronische Eingabegeräte wie die klassische Tastatur oder die Maus erfolgt, zunehmend jedoch auch über Scanner oder Sensoren, über die sehr genaue Messdaten eines Objektes erstellt und digitalisiert werden können. Aus diesen erfassten Daten werden dann in verschiedenen Bearbeitungsschritten die digitalen Werke konstruiert, welche sind dann über entsprechende Programme sowie Wiedergabemedien betrachten lassen. Hier sei erwähnt das auch die zum Wiedergeben fertig vorliegenden Dateien, beispielsweise in Textform oder als Bild oder Video schon als Kunst bezeichnet werden können.

Besonderheiten

Ein weiteres Feld ist digitale Kunst, welche sich bei der Betrachtung durch die Auswahl und Veränderung verschiedener Parameter beeinflussen lässt. Dies kann je nach Gerät oder Programm auch zufällig geschehen, so dass einige Werke in ihrer endgültigen Präsentation immer anders und neu erscheinen können. Außerdem wird zwischen der medialen sowie der computergenerierten Kunst unterschieden, wobei letztere vor allem die klassischen Kunstgattungen der Fotografie, Malerei und des Drucks in digitaler Form weiterführt. Aber auch Film und Musik sowie deren Medien , das Radio und das Fernsehen bzw. Kino, werden in vielen Bereichen der Computertechnik zu digitaler Kunst, wie beispielsweise computergenerierte Filme aber auch Technomusik und andere digital erzeugte Töne. Digitale Fotos werden in Fotostudios bearbeitet.

Moderne Werke

Zur medialen digitalen Kunst werden hingegen Werke gezählt, die bestimmte Medien als Stilmittel einsetzen, beispielsweise das Internet bzw. das WWW sowie auch soziale Netzwerke wie beispielsweise Facebook, die alle für sich als künstlerisches Werk angesehen werden. Hier spielt vor allem auch die Interaktion des Betrachters mit dem Werk eine Rolle, was Multimediaanwendungen wie das WWW für diese Kunstform prädestiniert. Auch von Interesse bei der medialen digitalen Kunst sind die Gebiete der interaktiven Installationen sowie der Virtuellen Realität. Bei ersterem kann der Nutzer durch sein Verhalten in Form von Gesten, Geräuschen oder Sprache die Installation beeinflussen, welche daraufhin eine Reaktion beispielsweise in Form von verändertem Licht zeigt. Bei den Virtuellen Realitäten wird dieses Konzept noch weiter geführt, indem der Benutzer mittels einer 3D-fähigen Brille sowie Möglichkeiten der Interaktion durch Sensoren an Handschuhen oder anderen Zeigegeräten seine virtuelle Umwelt beeinflussen oder gar gestalten kann. Ein eher unbekannteres Randgebiet der medialen digitalen Kunst ist zudem die Möglichkeit, Poesie mittels eines Computers erzeugen zu lassen. So lassen sich anhand von Algorithmen verschiedenste Werke erschaffen, die unter anderem recht gute Dichtungen aber auch visuell dargestellte Poesie umfasst. Einige dieser Werke sind zudem weiterhin als Algorithmus auf dem Computer ausführbar. Hier werden vor allem Scriptsprachen wie Perl, Python, Java- oder Apple-Script verwendet, die schon vom Aufbau her eine Anlehnung an die normale Sprache haben und sich daher für diese Zwecke der digitalen Kunst gut eignen.

Foto: Sebastian Duda

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