Lichtinstallationen

Das Beleuchten von öffentlichen Plätzen, Gebäuden, Räumen, Hallen oder anderen baulichen Besonderheiten wie Brücken erfreut sich unter dem Begriff der Lichtinstallationen immer größerer Beliebtheit. In diesem Zusammenhang lassen sich für die Installationen zwei Gattungen hervorheben. Bei der ersten handelt es sich um Installationen, die einfach nur der Beleuchtung dienen und im eigentlichen Sinne keine künstlerische Intention verfolgen, was auch für alltägliche Lichter beispielsweise im Straßenverkehr an Ampeln oder bei Straßenlaternen gilt, des Weiteren zählen auch Leuchtreklametafeln nicht dazu. Die zweite Gattung der Lichtkunst, die zu den Installationen zählt, erfüllt gerade diesen künstlerischen Anspruch in der Beleuchtung von Dingen und Gebäuden und hat sich als eigenständige Kunst etabliert.

Besonderheiten

Da Lichtinstallationen künstliches Licht verwenden, können die so geschaffenen Kunstwerke im Regelfall auch nur Abends oder Nachts im Freien bestaunt werden, innerhalb von Gebäuden werden sie jedoch auch in Museen oder Discos verwendet. Außer dem Fehlen von Tageslicht ist oftmals auch das Ausschalten oder Verdecken externer Lichtquellen nötig, da sonst das eigentlich erzeugte Gesamtbild gestört werden würde. Für die Beleuchtung selbst werden in der Regel Scheinwerfer oder Projektoren verwendet, die zum Teil nicht nur einfaches Licht sondern auch Bilder auf die Objekte werfen können.

Der Licht-Raum-Modulator

Das wohl wichtigste Werk im Rahmen der Lichtinstallationen wurde schon im Jahr 1930 vorgestellt, als Moholy-Nagy seinen Licht-Raum-Modulator erstmals in Berlin vorstellte. Das Gerät besteht aus einem kubischen Kasten, der an der Vorderseite eine runde Öffnung besitzt. Die Rückseite des Gerätes ist mit einer Platte bestückt, auf der verschiedenfarbige Glühbirnen angebracht sind. Eine zweite parallel zur ersten angebrachte Platte im Kasten hat ebenfalls eine runde Öffnung und zusätzlich um die Öffnung wieder die verschiedenfarbigen Glühbirnen. Der sich stetig bewegende Apparat wird nun durch die vorher eingestellten Pläne für die Aktivierung der Glühbirnen beleuchtet, was bei den durchsichtigen oder mit Löchern versehen Materialien der Platten dazu führt, das sie verschiedene Schatten und Farbenspiele an der Rückseite des Gerätes erzeugen. Die Vision des Technikers und Künstlers Moholy-Nagy ging sogar soweit, dass er sich vorstellen konnte, derartige Geräte mittels Radiowellen in den Wohnzimmern der Bürger zu steuern und somit die Lichtinstallationen zu den Menschen nach hause zu bringen.

Bekannte Messen

Als großes Ereignis für Lichtinstallationen ist die im Jahr 2000 erstmals veranstaltete Luminale, welche in Frankfurt am Main im Rahmen der Fachmesse Light + Building für die Beleuchtung vieler Gebäude der Stadt sorgt. Andere Installationen befinden sich in vielen Metropolen auf der ganzen Welt, so kann beim Festival of Lights in Berlin beispielsweise das Brandenburger Tor in Regenbogenfarben bestaunt werden. Auch die am Ground Zero in New York anstatt des World Trade Centers errichtete Installation der beiden Türme, welche das Licht bis weit in den Himmel ragen lässt, sorgt je nach Betrachter für die unterschiedlichsten Wirkungen des Werkes. Ein anderes und spezielles Gebiet der Lichtinstallationen ist zudem die Verwendung von pyrotechnischen Effekten als Lichtquelle für die gewünschte Beleuchtung. Da diese jedoch von Natur aus nur von relativ kurzer Dauer sein können wird dieses Verfahren nur zu speziellen Anlässen verwendet.

Foto: zimmytws – Fotolia

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